So wars: Clutch, Graveyard, Kamchatka in Nürnberg | Löwensaal | 2019

Am 06. Dezember 2019 trifft sich die Stoner- und Rockszene der Metropolregion im Nürnberger Löwensaal. Neben den Altmeistern von Clutch sind auch zwei durchaus veritable Supportbands dabei.

 

 

 

Den Anfang machen Kamchatka aus Schweden. Das Powerblues-Trio überrascht mit innovativen Songs und die Stimme von Thomas „Juneor“ Andersson ist die beste des Abends. Kamchatka touren ausgiebig durch Europa und sind definitiv ein Live-Tipp.

Ebenfalls aus Schweden kommen Graveyard, die gemächlich beginnen und leider erst gegen Ende des Sets zeigen, was sie wirklich können. Für Freunde von solidem Psychedelic-Rock sind Graveyard auf jeden Fall das Richtige.

Das Highlight des Abends sind die Headliner von Clutch. Unglaubliche 29 Jahre sind die US-Amerikaner nun schon im Musikbusiness und füllen immer noch große Hallen. Das Konzert im Löwensaal ist ausverkauft, was sich schmerzlich in der heillos überfüllten Venue bemerkbar macht. Die Band liefert ein abwechslungsreiches Set (wissenswert: Die Setlist ändert sich jeden Abend) und  Frontmann Neil Fallon fegt wie ein Derwisch über die Bühne und schneidet Grimassen, während sich der Rest der Band in vornehmer Zurückhaltung übt. Das Publikum ist vollkommen aus dem Häuschen und feiert die 80minütige Show von Clutch von Anfang bis Ende.

Auch, wenn sich die Fans anscheinend gut unterhalten fühlen, lässt sich das Soundproblem im Löwensaal nicht schön reden. Dafür kann weder die Band, noch deren FOH etwas, aber der Betreiber des Veranstaltungsortes muss endlich handeln. Ärgerlich, wenn jedes noch so gute Konzert durch miserabelsten Sound und Überverkauf an Karten getrübt wird. Die beste Wahl für Konzerte in Nürnberg ist und bleibt der Z-Bau, gefolgt vom Hirsch.

 

Redaktion und Fotocredits: Désirée Pezzetta

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